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Herbstkonferenz der Deutschen Breitbandinitiative 2014 l Digitale Infrastruktur: Breitband 2018 – und danach?

Berlin, 12. September 2014. Über 150 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik diskutierten auf der Herbstkonferenz der Deutschen Breitbandinitiative  neue Breitbandtechnologien und Anwendungsgebiete. Angesichts der anstehenden Frequenzvergaben bildete das Thema Funktechnologie einen Schwerpunkt der Konferenz.

Immer mehr Anwendungsbereiche sind auf eine Breitbandverbindung angewiesen, die so zuverlässig funktioniert wie das Stromnetz. Die Industrie 4.0 und im Privaten, Media on Demand, Connected Homes und vernetzte Fahrzeuge, erheben, senden und empfangen immer größere Datenmengen.

Staatsekretärin Dorothee Bär, MdB, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeigte sich optimistisch, dass die Ziele der Bundesregierung, bis 2018 flächendeckend eine Verbindung von mindestens 50 Mbit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen, erreicht werden können. Sie betonte aber: „Wir müssen verstärkt auch darüber diskutieren, wie es gelingen kann, die Gesellschaft mitzunehmen und Offenheit für neue Technologien zu schaffen. Auch über 2018 hinaus. Denn wir wollen, dass alle Bürger von den Chancen der Digitalisierung profitieren können.“

Obgleich die Erschließung des ländlichen Raums mit Breitbandtechnologie eine Herausforderung für die ambitionierten Pläne der Bundesregierung darstellt, ist Sigurd Schuster, Leiter des Projekts Deutsche Breitbandinitiative überzeugt: „Wir sind in Deutschland auf dem richtigen Weg, das für 2018 gesteckte Breitbandziel zu erreichen. Der Breitbandausbau im Technologie-Mix dient hier als Wegbereiter: Über den Einsatz von LTE für den ländlichen Raum entsteht eine nahezu flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Mobilfunk. Kupferkabel ist als Übergangstechnologie unverzichtbar und mit dem Ausbau des Glasfasernetzes entsteht die Basis für viele zukünftige Anwendungen  –  die wir uns heute zum Teil noch nicht vorstellen können – und für die zukünftige technologische Weiterentwicklung. Der für das Jahr 2018 gesetzte Meilenstein kann aber nur als Zwischenziel verstanden werden.“

Perspektivisch müssten Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur höhere Bandbreiten sowie kürzere Latenzzeiten möglich machen. Die erforderlichen Investitionen je Breitbandanschluss sind insbesondere im ländlichen Raum relativ hoch, so dass der flächendeckende Breitbandausbau auf ein Investitionsvolumen von knapp 20 Milliarden Euro geschätzt wird. Mögliche Modelle zur Finanzierung des Breitbandausbaus und neue Technologien waren Themen des Paneltalks. Einig waren sich die Diskussionspartner darin, dass die Vergabe der (durch den Umstieg von  DVBT auf DVBT2 freiwerdenden) 700 MHz Frequenzen, zeitnah erfolgen solle.

Eine Teilnehmerliste und die Präsentationen der Referenten (soweit vorhanden) schicken wir Ihnen auf Nachfrage gerne zu.

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Hashtag für Twitter für diese Veranstaltung zum Nachlesen: #d21bbi