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„Connecting Europe“: Kommission genehmigt 50 Mrd. EUR für den Ausbau der europäischen Netze

Brüssel, 19. Oktober 2011 – Die Europäische Kommission hat heute einen Plan vorgelegt, der Investitionen von 50 Mrd. EUR in die Verkehrs-, die Energie- und die digitalen Netze Europas vorsieht. Gezielte Investitionen in wichtige Infrastrukturen tragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in einer Zeit bei, in der Europa dies ganz besonders nötig hat. Mit der Fazilität „Connecting Europe“ werden Projekte finanziert, mit denen die Lücken in den europäischen Verkehrs- und Energietrassen und digitalen Netzen geschlossen werden. Außerdem sorgt sie für eine umweltfreundlichere europäische Wirtschaft, indem – im Einklang mit der Strategie Europa 2020 – sauberere Verkehrsträger, Hochgeschwindigkeits-Breitbandverbindungen und die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert werden. Zudem tragen die Investitionen in die Energienetze zur weiteren Integration des Energiebinnenmarkts, zur Verringerung der Abhängigkeit der EU von Energieeinfuhren und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei. Ergänzend zur Fazilität „Connecting Europe“ zu hat die Kommission auch die „Europa-2020-Projektanleiheninitiative“ angenommen. Hierbei handelt es sich um eines von mehreren Risikoteilungsinstrumenten, auf die für die Zwecke von „Connecting Europe“ zurückgegriffen werden kann, um für Projekte Privatkapital zu mobilisieren. Die Pilotphase wird bereits nächstes Jahr beginnen.

Durch Konzentration auf intelligente, nachhaltige und lückenlose Verkehrs- und Energienetze sowie digitale Netze wird „Connecting Europe“ zur Vollendung des europäischen Binnenmarktes beitragen. Die Kommission hat Projekte ausgewählt, bei denen durch zusätzliche EU-Investitionen die größte Wirkung erzielt werden kann. Insbesondere erwartet die Kommission, dass durch die Investitionen aus „Connecting Europe“ weiteres Kapital aus privaten und öffentlichen Quellen mobilisiert wird, da die Glaubwürdigkeit von Infrastrukturprojekten auf diese Weise erhöht und die Risiken verringert werden. Aus Gründen der Effizienz und Einfachheit schlägt die Kommission zum ersten Mal ein einziges Finanzinstrument für die Netze in allen drei Bereichen vor.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte hierzu: „Connecting Europe und die Projektanleiheninitiative machen deutlich, welchen Mehrwert Europabewirken kann. Die Vorschläge tragen dazu bei, dass die für unsere Bürger und Unternehmen so wichtigen Straßen, Schienenstrecken, Energienetze, Pipelines und Breitbandnetze errichtet werden können. Wir beseitigen Lücken in Europas Infrastrukturnetzen, die anders nicht geschlossen werden würden. Mit diesen Investitionen schaffen wir Wachstum und Arbeitsplätze und vereinfachen gleichzeitig die Arbeits- und Reisebedingungen für Millionen europäischer Bürger und Unternehmen.“

„Connecting Europe“ wird mehr private Finanzmittel mobilisieren und ermöglichen, dass mit innovativen Finanzinstrumenten wie Garantien und Projektanleihen eine größtmögliche Hebelwirkung der bereitgestellten EU-Mittel erzielt wird. Die Europäische Kommission wird eng mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) zusammenarbeiten, um Kapitalmarktinvestoren mit Interesse an langfristigen Investitionen mit stabilem Ertrag ins Boot zu holen.

vollständige Meldung: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1200&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en